7. Tölzer Stadtmeisterschaft im Sportklettern

Im Tölzer Kletterzentrum sind wir, das Bergzeit-Kletterteam, quasi groß geworden. Dort treffen wir uns auch immer wieder zum Trainieren und einmal im Jahr zur traditionellen Tölzer Stadtmeisterschaft, heuer schon zum 7. Mal. David und Sepp legten in der Nacht zum Samstag eine Spätschicht ein, definierten Boulder und schraubten neue Wettkampfrouten, mir fiel – wie schon seit Jahren – die Ehre zu, die Finalrouten am Samstag vorzuklettern.

Nach zwei Tagen Umbauarbeiten und noch längerer organisatorischer Vorbereitung ging es am Samstag um 8.30 Uhr endlich los. Gut 100 Athleten strömten bei ebenso strömendem Regen zur Registration, danach begann die Qualirunde mit Bouldern und Routen im Schwierigkeitsgrad 4 bis 9. Je nach erreichter Höhe bei den Routen bzw. Begehungsstil bei den Bouldern gab es Punkte, die besten Sechs jeder Altersklasse durften dann am späten Nachmittag im Finale starten.

Die Finalrouten bei den Kindern und Jugendlichen  forderten den ganzen Einsatz, aber die Kids hatten es drauf: Bei den Kindern siegte Romy Fuchs vor Katharina Haimerl (beide München) und Christine Bichlmaier aus Tölz. Bei den Buben führte Korbinian Fischer (Martinsried) vor Elias Heinemann (Neufahrn) und Florian Hecht aus Erding. Bei der männlichen Jugend dominierten mit Florian Heuber (Berg), Florian Mahler (München) und Matthias Reck (Oberhaching) die auswärtigen Kletterer. Bei der weiblichen Jugend schlugen die Tölzerinnen zu: Luisa Mangold – die Schwester von Sepp – und Ines Liehr vom Stützpunktkader belegten den zweiten und dritten Platz nach der Münchnerin Louisa Brummer.

Spannend wurde es dann beim Damenfinale: Die einstige Deutsche Meisterin Andrea Eisenhut (Sektion Kaufbeuern, trainiert aber regelmäßig bei uns in Tölz) schaffte es nach einer laaaaangen Schüttelpause, souverän die Finaltour zu toppen. Ihr folgten auf den Plätzen zwei und drei Patrizia Lihs aus Landshut und Katrin Lindemann aus Hausham.

Der Vorjahressieger bei den Herren, Matthias Roßmerkel aus München, musste sich Markus Herdieckerhoff (Höhenkirchen) und Steffen Hilger (Purfing) geschlagen geben.

Wer letztendlich auf dem Podest stand, war eigentlich nebensächlich, die Hauptsache bei der Tölzer Stadtmeisterschaft ist die Gaudi, nicht das Kämpfen gegeneinander. Zur guten Stimmung tragen sicher auch die perfekte Organisation  und der ruhige Ablauf der Veranstaltung bei (Dank an Pit Zintl, Franz Melf und die zahllosen freiwilligen Helfer der Sektionen). Außerdem kann sich jeder Teilnehmer sicher sein, dass er am Ende nicht leer ausgeht: Einen Trostpreis gibt´s für jeden, die Besten können sogar auf Daunenjacken, Daunenschlafsäcke, Goretex-Zustiegsschuhe, Übernachtungsgutscheine, Einkaufsgutscheine uvm. hoffen – fette Beute für einen Spaßwettkampf!

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