Bergzeit Kletterteam

Klettern – inspired by nature

Back to the roots

Vor einer Woche war sie wieder mal, die Tölzer Stadtmeisterschaft. Schon zum fünften Mal jetzt, und es hat sich einiges verändert:

1. Stadtmeisterschaft 2006:

Hier, im zarten Alter von 11, fing alles an: Mein erster richtiger Kletterwettkampf, aufgeregt ohne Ende, dann top geklettert im Finale und erster Platz… Erinnerungen werden wieder wach: Die grüne 7+ im Dach als Finaltour (die ich in den darauffolgenden Monaten immer wieder zum Aufwärmen kletterte…) Die Nervosität davor in der Isolation auf dem Außengelände, in der ich fast zwei Stunden verharrte – nahezu gelähmt von der unerträglichen Aufregung vor meiner Finalroute, an die ich mich heute mit einem leisen Lächeln erinnere. Die nach meinem Durchstieg tobende Menge, wie ich sie davor noch nicht gesehen und gehört hatte. Die Verwunderung, warum die Leute in dieser Menge so herumschreien; bloß weil ich eine 7+ geklettert bin… Und überhaupt: Wettkämpfe waren etwas Seltsames für mich – was sie auch immer geblieben sind. Nicht, dass jetzt der Eindruck entsteht, man hätte mich gezwungen, bei der Stadtmeisterschaft zu starten – nein! Spaß hat’s schon gemacht – sonst hätte ich auch die darauffolgenden Meisterschaften nicht mitgemacht…  Aber was mich schnell angewidert hat, ist vor allem bei den “großen” Wettkämpfen das ewige Warten in der Isolation und überhaupt die Tatsache, dass ich durch einen Wettkampf  einen Tag am Fels einbüße…

Am Top einer der blauen Finalrouten, die die allerschwersten sind!!!

Meine damalige Trainerin Marietta Uhden persönlich übergibt mir den Pokal :)

Die Preise aber ließen die Wettkämpfe gegenüber einem Felsklettertag wieder gut dastehen  – zumindest bei der Tölzer Stadtmeisterschaft: Seil, Marmot-Jacke und 150 € Gutschein waren satte Siegerprämien!!!  Zum Vergleich: Bei der Bayerischen Meisterschaft kriegt der erste einen Chalkbag, der zweite einen Chalkball und der dritte einen Chalkbagschlüsselanhänger…..

Fünf Jahre später…

Die Zeiten haben sich geändert: Schon seit der vierten Stadtmeisterschaft  darf ich leider nicht mehr starten, weil ich im Bayernkader bin… Mir bleibt lediglich die Ehre, die Finalrouten vorzuklettern (macht auch Spaß, ist aber nicht so lukrativ wie ein Sieg…).  Schon die Kids-Finalroute ist jetzt schon fast ein 9er  und die Teilnehmer sind auch nicht gerade schlechter geworden… Das Starterfeld besteht aus ziemlich viel Münchnern  (früher waren mehr Teilnehmer aus Gaißach, Lenggries und halt Tölz dabei, aber das kann sich ja wieder ändern!). Geblieben ist die super Stimmung – nicht zuletzt deshalb, weil man einmal im Jahr alles, was Rang und Namen hat in der Tölzer Kletterszene, auf einmal trifft – und sei’s nur auf der Zuschauertribüne.  :)

Dass jetzt jeder weiß, was bei der letzten Stadtmeisterschaft so los war, hier noch ein kurzer Bericht:  Boulder gab’s wieder neun Stück, pro Altersklasse (Kinder, Jugend, Erwachsene) drei (ich durfte einige schwere definieren). Die Quali-Routen, die von 4 bis 9 reichten, waren vom Bernd Bachfischer, Mark Eisele, Peter Zeidelhack und Jiri Kadlec geschraubt. Im Finale gab’s pro Altersklasse 12 Starter.

Bei den Kids siegten Mona Kellner und Flo Heuber.

Sissi-äähh... Mona und Franz

Bei der Jugend Pema Sherpa und nochmal ein Flo (der Wientjes nämlich)

Wenn Pema...

..auspackt...

... kippen die Tölzer fast aus ihren Trezeta- Latschen.

Franz und Flo diskutieren, ob ein Glaspokal für den ersten bei der Stadtmeisterschaft echt genug ist...Franz besteht darauf (O-Ton: Ach, geh weider; siehe Bild)

Bei den Grooooßen Patricia Lihs und der sagenumwobene Zauslfredi alias Roßmerkl Mathias (sry!!!).

Die großen Sieger haben eine Wanderreise mit dem Summit-Club doch echt verdient!!!

HIER die Liste

So bevor’s jetzt wieder sentimental wird, geh ich lieber in die Halle, es schifft eh…. :-(

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