Deutschlandcup Neu Ulm

Der zweite Deutschlandcup fand am Sonntag des ersten Septemberwochenendes in Neu-Ulm statt. Da ich durch mein Praxissemester die letzten Wochen stark eingebunden war, fand sich zwar die Zeit für hartes Maximalkrafttraining in Form von Bouldern, allerdings gar nicht die Zeit für Seilklettern. Was wollte ich eigentlich auf einen Leadcup? Mmh, an sich war das eine äußerst gute Frage, die ich mir allerdings vor dem Wettkampf zum Glück nicht stellte. Bouldermäßig fühlte ich mich sehr fit und da auch das Wetter schlecht war, gab es absolut keinen Grund nicht hinzufahren. Also fuhr ich Samstagmorgen unmenschlich früh los in Richtung Deutschlandcup NeuUlm.

Plattenpower fast bis ganz hoch

Dort angekommen wurden erst einmal die Touren gemustert. Unsere erste Tour war eine Platte, in der alles gefragt war –Sloper, Zangen,Deutscher Leadcup 2013 Neu-Ulm Schultergriffe, Spaxgriffe und vor allem Dreiecke bzw. Volumes mit dieser Form, sowohl technische als auch kräftige Passage. Kurzum am Anfang waren wir Mädels uns nicht sicher, ob das nicht eine Herren Qualiroute ist. Ich war dritte Starterin. Die Starterlisten wurden erst fünf Minuten vor Start ausgehangen, so dass ich mich kaum aufwärmen konnte. Aber ich beschloss, mich nicht darüber zu ärgern. Ich kletterte ziemlich entspannt bis drei Züge unters Top, übersah einen Tritt und flog. Damit blieb ich bis fast zu letzten Starterin führend mit meiner Höhe. Für die Meisten bei den Damen war bei der dritten Exe, spätestens jedoch bei der vierten Schluss. Da hat sich ja zum Glück das Bouldern gelohnt. Die zweite Qualiroute war eine eher ausdauernde Tour mit vielen Zangen und einen etwas weiteren letzten Zug. Da machte ich mir ehrlich gesagt mehr Kopf darüber. Ich war ziemlich am Schluss dran und meine Nervosität stieg von Starterin zu Starterin. Erst vergaß ich mein Kletter T-Shirt, dann hatte ich keine Starternummer und nachdem mir die Jury eine Nummer aufs nackte Bein draufgemalt hatte, durfte ich endlich starten. Mit Chalk an den Händen  Gepumpt hat es mich hier jedoch schon relativ früh. Doch ich konnte die Tour mit Hilfe des einen oder anderen Schüttlers dennoch gut durchsteigen und zog mit einem zweiten Platz ins Finale ein.

Grande Finale

Jetzt hieß es erstmal drei Stunden ausfüllen, bis man sich in die Iso für das Finale begab. Das Finale startete dann erst um 15 Minuten vor acht. Nach der Besichtigung, mussten die ersten vier Damen unten hinter der Wand in der sogannten Zwischeniso bleiben und die restlichen Vier sollten wieder hoch in die Iso gehen. Kurz nach der Besichtigung wurde ich völlig unaufgewärmt (Ich hatte noch eine gute halbe Stunde Zeit!) ziemlich schnell in eine Zwischeniso alias der Kinderboulderbereich verfrachtet. Ziemlich ungünstig und nahezu unmöglich, um sich hier warm zu machen. Die Route war sehr lang, deswegen blieb mir nur eine Taktik : Schneller als der Pump zu sein. Am Anfang war es ein bisschen schwierig die Nerven unter Kontrolle zu bekommen, hinter der Wand hörte man einfach alles. Endlich nach gefühlter einer Stunde war ich dann an der Reihe. Ich kletterte schnell und zügig bis zu einem dynamischeren Zug, hielt ihn ab und zog noch weitere 5 Züge bis knapp unters Top. Dass ich damit sicher meinen zweiten Platz gehalten habe, war für mich Überraschung und Freude umso mehr. Als dann die letzte Starterin nicht über meine Höhe kletterte, konnte ich es kaum glauben. Ich hatte meinen ersten Deutschlandcup bei den Damen gewonnen!! Zuhause waren wir dann um 01:30 nachts, eine harte Praktikumswoche, da ich um 06:00Uhr schon wieder aufstehen musste.

Deutscher Leadcup 2013 Neu-Ulm

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