Bergzeit Kletterteam

Klettern – inspired by nature

Fixexen am Fels-trügerische Sicherheit

In schwierigen Felsrouten hängen – wie in der Kletterhalle – oft fixe Expresschlingen. In der Halle werden diese regelmäßig auf ihre Sicherheit überprüft, nicht jedoch am Fels.  Unter freiem Himmel werden die Exen nicht nur durch den regelmäßigen Gebrauch, sondern auch durch Wind und Wetter verschlissen. Hier einige Fundstücke aus Kochel, dem Zillertal und vom Schleier:

Fixexen am Schleier

Fixexen am Schleier

Verschlissene Schraubschäkel

Mit dem Schraubschäkel wird die Expresse am Haken befestigt. Durch ständiges Hin- und Herreiben auf der scharfen Hakenlasche wird das Metall der Schäkel stark eingeschliffen. Auch durch Rost kann deren Bruchlast stark verringert werden.

Verschlissener Schäkel (links) und neuer Schäkel (rechts)

Verschlissener Schäkel (links) und neuer Schäkel (rechts)

Verschlissene Nylonschlingen

Nylonschlingen verbinden Schäkel und Karabiner. Sie können durch die Einkerbungen im Schäkel (s.o.) stark ausfransen. Auch die UV-Strahlung schädigt die Fasern. In seltenen Fällen können Schlingen reissen!
Zerfranste Schlingen vom Schleier

Zerfranste Schlingen vom Schleier

Eingeschliffene Karabiner

Im Freien haften am Seil unweigerlich winzige Staub- und Sandkörner, die beim Durchlaufen des Seils wie Schmirgelpapier wirken. Besonders belastet werden die ersten Haken einer Route. Nicht selten entstehen rasiermesserscharfe Kanten an den Karabinern, die den Seilmantel bis auf den Kern aufreiben können.
Scharf eingeschliffener Karabiner vom Schleier

Scharf eingeschliffener Karabiner vom Schleier

Mein Tipp: Augen auf und immer eine oder zwei Exen am Klettergurt mitnehmen, um verschlissene Fixexen zu ersetzen.
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3 Kommentare

  1. Des bissl Flugrost schadt dem Schäkel nix!

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