Hard Moves Finale – die Bouldershow

Hardmoves Finale (Bild: www.hard-moves.de)

Hardmoves Finale (Bild: www.hard-moves.de)

Letztes Wochenende war es endlich soweit- das lang ersehnte Hard Moves Finale in Wuppertal stand endlich vor der Tür. Hard Moves ist der wahrscheinlich größte Boulder- Team-Wettkampf Europas, für den sich die besten 7 Herren und 3 Damen jeder teilnehmenden Halle für das große Finale am 02.03.2013 in Wuppertal qualifizieren. Dieses Ereignis schien riesig zu werden, vergleichbar mit den adidas Rock Games, aber erst einaml hinfahren und sich ganze einmal einmal anschauen!

München rückt an – Wuppertal kann kommen!

Für die Boulderwelt München waren das: Stefan Danker, Robin Gray, Markus Grünebach, Nikolai Buhl, Christian Münch, Florian Wientjes, Marcos Falcon, Monika Retschy, Friederike Petri und ich. Die Vorfreude war mindestens genauso groß wie Erwartung an den 35 Boulderprobleme. Hochmotiviert packten also alle 10 Starter ihre Tasche mit mehr Kletterzeug als nötig: Geschätzte 5kg Chalk, 15 Zahnbürsten und 10 Rollen Tape und 13 schwere Taschen waren das Ergebnis.

Um 16 Uhr ging es dann also ENDLICH los, voll beladen und mit viel Trinken und Powerriegel ausgerüstet für die lange Fahrt. Ich fuhr mit Markus Grünebach, Chris Münch, Stefan Danker und Freddy in einem Auto zusammen. Damit war der 5 Sitzer voll und eine Menge Spaß vorprogrammiert. Den Rest des Teams würden wir am Samstagmorgen in Wuppertal vor Ort treffen.

Im tiefsten Franken- genauer gesagt in Würzburg, hielten wir an, um etwas zu essen. Wir fanden ein nettes Stübchen und kehrten ein. Neben all den Stammgästen waren wir so eine Spezies für sich. Wir bekamen ordentlich zu essen (wie das eben in Franken so ist), so dass wir am Ende alle fröhlich, zufrieden und satt weiter Richtung Köln fahren konnten. Dort wartete unser B&B Hotel auf uns. Für unsere Jungs war dies der Zeitpunkt, an denen sie ins Bett gefallen sind. Bei Freddy und mir war erst mal eine Schnitzeljagd nach dem richtigen Zimmer. Da wir beide so damit beschäftigt gewesen waren uns den Zimmerzugangscode zu merken, hatten wir beide unsere Zimmernummer vergessen und so kam es, dass wir den Zugangscode erst einmal bei gefühlten 20 Zimmern eingeben mussten, bis endlich eine Tür aufging. Jetzt war auch unser Tag zu Ende.

Bergzeit Kletterteam Mitglied Chiara Clostermann in Wuppertal

Bergzeit Kletterteam Mitglied Chiara Clostermann in Wuppertal

Um 8:00 Uhr ging es dann weiter nach Wuppertal. Da die Qualifikation erst um 12 Uhr losgehen sollte, blieb uns genügend Zeit um in Ruhe Frühstücken zu gehen. Nachdem wir uns in einer Konditorei mit Rühreiern, Toast und eine große Tasse Kakao gestärkt hatten, ging es endlich in die Boulderhalle.

Es war unglaublich!!! Überall Bouldern mit feinsten Volumen, mit den krassesten Moves und den geilsten Griffen. Und es waren 29 Teams à 10 Leute, die es kaum abwarten konnten ihre Kletterschuhe anzuziehen und los zu bouldern. Die Boulder waren abwechslungsreich und teilweise echt abgefahren geschraubt. Das einzige was schade war, dass man ganz schön anstehen musste bis man an die Reihe kam. Der Modus war einfach: Jeder geschaffte Boulder gab einen Punkt, der von den Schiris in ihr Tablet “online” eingetragen wurde. Das ermöglichte eine Live-Ansicht der Zwischenstände. Wir lagen klar in Führung und beschlossen unsere Kräfte fürs Superfinale zu sparen und jetzt erstmal langsam zu machen, außer es würde noch einmal knapp werden. Am Ende kletterte ich 21 Boulder, drei Boulder wären sicherlich noch gegangen zumal ich bei drei an dem Topgriff gefallen bin. Es blieb gar nicht die Zeit alle Boulder auszuprobieren und bei dem ein oder anderen merkte ich, dass man den lieber sofort am Anfang hätte klettern sollen. Insgesamt haben mir die Boulder eine Menge Spaß gemacht und es war eine tolle Stimmung.

Finale

Um 18 Uhr wurden die Finalteams von den Shuttlebussen abgeholt und quer durch die Stadt zu einer Schwimmmoper gefahren, wo das Superfinale der besten 6 Teams stattfinden sollte. Als die Busse hielten staunten wir alle nicht schlecht- Ich weiß auch nicht was beeindruckender war- die 7m hohe Kletterwand über dem Wasser, die 1700 Zuschauer oder die vielen Fernsehteams und die Unterwasserkameras. Es war absolut atemberaubend!

Der Wettkampf selber war sehr spannend und denkbar knapp. Für jedes Team starteten 4 Männer und 2 Damen, von denen jeder für ein Boulderproblem bestimmt wurde. Der Modus war einfach: Jeder hatte 3 Versuche. Der höchste Griff zählt. Eins war klar umso mehr Versuche man brauchen würde, umso schwieriger wird es. Nasse Griffe und nasse Kletterschuhe würden die Versuche erschweren. Bei uns starteten Robin Gray, Stefan Danker, Markus Grünebach, Florian Wientjes, Friederike Petri und Monika Retschy. Das Superfinale lief für uns dann nicht ganz so gut wie die Qualifikation und wir erreichten den 4. Platz. Alles in allem war es eine geile Show und wir hatten echt alle eine Menge Spaß! Die Hauptsache!

 

 

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1 Kommentar

  1. So erging es also den Münchnern, nächstes Jahr wieder Vollgas geben!

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