Ein Wochenende zum Klettern in Arco: “Mescalito” (Colodri) und “Penelope” (San Paolo)

“Hey Bene, lass´ uns über´s Wochenende nach Arco fahren, David und Krissi sind auch dabei.” So lautete die  Nachricht von Sepp hinsichtlich der Wochenendplanung. David, Krissi, Sepp und ich sind ein gut eingespieltes Team, wir waren schon vor etlichen Jahren zusammen beim Klettern, haben mehrere Wochen irgendwo draußen im Schlafsack gepennt, die schönsten Klettergebiete besucht und die besten Touren zusammen geklettert. Leider hatte sich unser “Dream-Team” in den letzten Jahren etwas verstreut und wir hatten uns aufgrund von Studium, Ausbildung etc. etwas aus den Augen verloren. Umso schöner war es da natürlich, als wir endlich wieder mal in der alten Besetzung nach Arco fuhren!

Kurz Schlafen und ausgiebig Klettern in Arco

Los ging’s bereits am Freitag Abend um 23 Uhr – in der Nacht fährt es sich wesentlich bequemer auf der Brennerautobahn. Um drei Uhr morgens lagen wir dann endlich in unseren Schlafsäcken unter freiem Himmel in einer entlegenen Ecke nahe Arco. Die Nacht war sehr, sehr kurz: Bereits um sechs Uhr morgens waren alle wieder wach, was zum einen an der bereits aufgegangenen Sonne und zum anderen an den Bauern, die mit ihren Traktoren direkt an unserem Schlafplatz auf ihr Feld fuhren, lag.

Um sechs Uhr morgens nach drei Stunden Schlaf...

Um sechs Uhr morgens nach drei Stunden Schlaf…

...müssen wir unter dem Colodri erst mal ganz entspannt frühstücken.

…müssen wir unter dem Colodri erst mal ganz entspannt frühstücken.

Nach einem ordentlichen Frühstück hält uns nichts mehr auf dem sicheren Erdboden, wir müssen hoch hinaus! Zum Einstimmen in die Alpinsaison suchen wir uns zwei Routen am Sektor “San Paolo” aus, die gut mit Bohrhaken abgesichert sind und einen genussvollen Aufstieg garantieren. Zusammen mit Krissi steige ich in die “Penelope” (7+, 6 Seillängen) ein, die wir in knappen zwei Stunden meistern. Topo und Routenbeschreibungen finden sich hier: http://www.stadler-markus.de/files/pdfs/arco_penelope.pdf

Währenddessen klettern Sepp und David gleich zwei Touren, “Aganippe” (6-/6, 5 Seillängen) und “Panterei”, die beiden scheinen in Form zu sein…

Topo und Routenbeschreibung von “Aganippe”: http://www.stadler-markus.de/files/pdfs/arco_aganippe.pdf  

Topo und Routenbeschreibung von “Panterei”: http://www.klettern-sarcatal.com/pantarei.htm

Am Abend haben wir noch immer nicht genug – wir suchen  uns noch jeweils eine Tour am kleinen Colodri aus. Unsere Kletterschuhe und Klettergurte scheinen angewachsen zu sein. Diesmal wechseln die Seilschaften. Sepp und ich knöpfen uns die “Mescalito” (7a, 8 Seillängen) vor, während sich David und Krissi die “Tyszkiewicz” (7+, 7 Seillängen) zu Gemüte führen.

Sepp in der ersten Seillänge von "Mescalito"

Sepp in der ersten Seillänge von “Mescalito”

2. Seillänge (6a bzw. A1)

2. Seillänge (6a bzw. A1)

Die wunderschöne und technisch sehr anspruchsvolle 3.Seillänge (6c+)

Die wunderschöne und technisch sehr anspruchsvolle 3.Seillänge (6c+)

In der 5. Seillänge (6a+), im Hintergrund das Sarcatal

In der 5. Seillänge (6a+), im Hintergrund das Sarcatal

IMG_3474

Die Schlüsselseillänge (7a). Der Stand befindet sich direkt über der Dachkante.

Kurz vorm Gewitter haben wir noch gut lachen...

Kurz vorm Gewitter haben wir noch gut lachen…

Am nächsten Tag hatten wir leider weniger Glück: Wir wurden in der Route “Dhzinghis Khan” (7a+) am Mandrea von einem Gewitter nach der dritten Seillänge aus der Wand gescheucht und traten nach Pizza und Eis in Arco den Heimweg an. Gelohnt hat sich das ganze auf jeden Fall und es war sicher nicht das letzte Mal, dass unser “Dream-Team” zusammen unterwegs war! :-)

 

 

 

 

Schlagworte: , , , , , , , , , , , ,

Kommentar schreiben

Bitte beachten: Der Kommentar muss zunächst freigeschaltet werden. Bitte nicht erneut absenden.