Bergzeit Kletterteam

Klettern – inspired by nature

Sylvester am Schleier

White Winds am Abend...

White Winds am Abend...

Weil wir als frischluftliebende Felskletterer Sylvester nicht in verrauchten und stickigen Kneipen feiern wollten, entscheiden wir (Bene, Sepp und David) uns in letzter Minute, heuer den Jahreswechsel am Schleierwasserfall zu verbringen. Das frühe Aufstehen und die eineinhalbstündige Autofahrt sind bereits Standard. Mindestens 15 kg Gepäck pro Mann und eine 4 kg schwere Plastiktüte mit Bier und Chips, die natürlich jeder einmal tragen darf, sind jedoch alles andere als normal…

Zustieg...

David in "Überraschung" (7b)

David in "Überraschung" (7b)

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Oben angekommen, installiere ich ein Fixseil am Umlenker der “Überraschung” (7b), um David und Sepp in der Route aus einer günstigen Perspektive zu fotografieren.

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Sepp ist IMMER für eine "Überraschung" zu haben

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Nach einer Stunde Aufwärmphase startet Sepp einen Versuch in “White Winds” (8a+), dem Klassiker am Schleier. Ich schieße am Fixseil baumelnd Fotos.

SEpp in der Crux von "White Winds" (8a+)

Sepp in der Crux von "White Winds" (8a+)

David nimmt nun die Boulderroute “Have fun on top” (8a) in Augenschein. Doch anscheinend gefällt ihm diese nicht sonderlich, da er schon am zweiten Haken aufhört… Lieber auch die “White Winds”!

Verkehte Welt:Davids Spaß an "Have fun on top" (8a) hält sich in Grenzen...

Verkehrte Welt:Davids Spaß an "Have fun on top" (8a) hält sich in Grenzen...

Nachdem mir vom Hängen im Gurt langsam die Beine einschlafen, bin ich endlich erlöst und selber dran mit dem Klettern. In “Cool your foot man” (8b) haben die Füße bestens Gelegenheit, ihr Gefühl wiederzuerlangen.  Die beiden anderen nutzen die letzten Sonnenstrahlen (es ist inzwischen 15.00 Uhr), um im Akkord in “White Winds” anzugreifen.

Auch im Dunkeln wird die "White Winds" nicht leichter

Auch im Dunkeln wird die "White Winds" nicht leichter

Bevor es an die Zubereitung unseres 3-Sterne-Menüs (Nudeln mit kalter Olivensoße aus dem Glas) geht, holen David und ich noch eine Nachtbegehung unserer geliebten “Überraschung”. Mit Stirnlampe ein besonderes Erlebnis und nur denjenigen zu empfehlen, die eine Route beinahe blind klettern können!

Auch mitten in der Nacht wird die Überraschung nicht langweilig. Oder doch?

Auch mitten in der Nacht wird die Überraschung nicht langweilig. Oder doch?

Bis Mitternacht harren wir in unseren Schlafsäcken aus und führen den Inhalt der “Vier-Kilo-Plastiktüte” seiner Bestimmung zu. Aus dem erhofften Tiefblick auf das Sylvesterfeuerwerk von Kitzbühel um Mitternacht wird leider nichts – Nebel verhüllt uns den Blick ins Tal und es beginnt leise zu schneien. Da uns die Kälte langsam in die Glieder kriecht, beschließen wir kurzerhand, dem Schleier in der ersten Stunde des neuen Jahres den Rücken zu kehren. Die nächtliche Abfahrt mit dem Schlitten ist ein Erlebnis für sich, verkürzt den Abstieg jedoch ungemein. Schon um drei Uhr nachts liege ich wieder in meinem warmen, weichen Bett (das im Winter auch seine Vorteile hat!).

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