Tessin-Trip an Ostern

Nachdem die letzte Fahrt mit dem Bayernkader auf Mallorca doch etwas weiter von unseren heimischen Gefilden entfernt war, musste etwas Näheres her: Bouldern in Chironico, Tessin. Der Bayernkader, das sind alles junge Kletterer aus ganz Bayern, die gerne schwer klettern und natürlich – und auch am liebsten – bouldern.

Die Anfahrt war unspektakulär und staulos, weshalb wir schon nach ca. 5 Stunden an unseren Ferienwohnungen waren.Leider blieb uns keine Zeit mehr, um bouldern zu gehen. Am Tag darauf jedoch genügend…

Bayernkader Lifestyle

1. Tag:

Voll motiviert treffen wir am Hauptsektor des Boulderspots Chironico ein. Nach ein paar Plattenstehereien sind wir an den Tessiner Granit gewöhnt.

Volle Konzentration...

Jonas und ich stürzen uns auf einen genialen 8a- Boulder mit dem klingenden französischem Namen “Le vend nous portera” , was soviel heißt wie “der Wind trägt uns”. Jonas, der den Boulder schon im Februar leider vergeblich versucht hat, will mir “nur die Züge zeigen” und steigt das Teil dann gleich durch… Ohne vorher durchgeputzt oder nochmals die Moves gecheckt zu haben. Weil ich jetzt ja weiß, wie der Boulder geht, folge ich Jonas’ Beispiel und kann die 5 Züge schon nach 5 Minuten ebenfalls aneinanderreihen. Wenn das so weitergeht… :-)

Alex Megos verspannt sich in "Le vend nous portera" (fb 8a)

Ganz ohne Druck streifen wir nun durch den Esskastanienwald und machen die Boulder, die uns gefallen. Darunter “Birds” (fb 7c) und “Kill Bill” (fb 7a), ein genialer 1-Zug-Boulder.

Jonas hat den Henkel fest im Visier; "Kill Bill" (fb 7a)

2.Tag:

Das Aprilwetter macht uns einen Strich durch die Rechnung: Regen ohne Ende. Zum Glück gibts im Sektor “Arabald” einen gleichnamigen, regensicheren Boulder (fb 7b) und andere mittelschwere Sachen. Der Rest ist Ruhetag…

Genügend Spotter im "Arabald" (7b) ; Es ist noch laaang nicht Schicht im Schacht...

3. Tag

Alles ist wieder trocken, die Sonne scheint. Nach einem etwas längerem Plattem-Warmup haben wir Senkrecht satt und stürzen uns auf eine geniale, überhängende Kante (fb 7c; den Namen weiß ich nimmer…) Weil das Teil so verdammt tricky ist, brauchen wir fast 2 Stunden dafür…

Die "7c-Kante"

Nach 2 Stunden Warmup sticht mir eine ewig lange Traverse ins Auge: Der Fred Nicole-Klassiker “Rah Plats Plats” (fb 8a trav). Viertel Stunde ausbouldern, dann zwei Versuche; weg ist das Ding!

Rah Plats Plats, Jonas und Johi

Trotz dünner werdender Haut versuchen Jonas, Alex und ich den Ultra-KLassiker hier: Ääähm, wie war der Name nochmal?! Irgendwas französisches… Ich kann kein Französisch, deshalb weiß ich auch den Namen nimmer…

Noch ein 8a-Klassiker

4. Tag:

Regen, Schnee in Chironico, Bouldern im Schacht (Arabald), viel essen, spazieren gehen…

Letzer Tag:

Weil’s jetzt eh schon wurscht ist, klettern alle bis die Finger bluten…. Jonas versucht die Rah-Plats-Plats Traverse, reißt sich einen Cut nach dem anderen. Ich mache fast zehn Versuche in einem (rauhen) 8a-Testpiece (Name?? Keine Ahnung!!). Schaffen tu ich’s zwar nicht, dafür sieht man, dass ich’s versucht hab…

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So, endlich wieder zu Hause; endlich wieder Kochel; endlich wieder Atlantiswand; endlich wieder Schule………..

Und der Osterhase ist auch tot!!!  :-(

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3 Kommentare

  1. Prinzenrolle – so gehört`s sich!!

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