Test: Crashpad “Boulder Air” von Chillaz

Das “Boulder Air” Crashpad von Chillaz

Sie hat schon einiges mitgemacht: Schnee und Matsch  im Zillertal, Lehm und Staub an der Atlantiswand, Sand in Fontainebleau. Sie ist nicht mehr unberührt: Der giftgrüne Bezug hat Flecken und  in den Klettverschlüssen erinnern Fichtennadeln, Moos und allerlei Dreck an vergangene Tage. Ich hab sie in viel zu kleine Autos gepresst, hab auf ihr geschlafen und Brotzeit gemacht – sie ist einfach zu allem zu gebrauchen, meine “Boulder Air”-Matte von Chillaz.



Warum genau das Chillaz “Boulder Air”

Entschieden habe ich mich für dieses (mein erstes) Chrashpad nicht wegen der schönen Farbe, sondern aufgrund des fairen Preis-Leistungs-Verhältnisses (bei Bergzeit 189,95 € in der Größe 120 x 120 cm). Was es von anderen Crashpads unterscheidet, ist die selbstaufblasende Luftmatte mit verschließbarem Ventil. Abhängig davon, wie man diese mit Luft füllt und mit den beiden anderen Schaumstoffmatten im Inneren anordnet (siehe Chillaz-Seite), ergeben sich unterschiedliche Härten  – so die Theorie. Ich habe, ehrlich gesagt, noch nicht damit experimentiert, sondern die Matte einfach aufgeklappt und hingelegt. Die Dämpfung empfinde ich als sehr gut  – dank der drei Schichten, die zusammen 16 cm Höhe ergeben. Dass sich dieser Materialeinsatz auf das Gewicht auswirkt, ist klar:  trotz ihres verheißungsvollen Namens wiegt die “Boulder Air” stattliche 8 kg.

Weit gereist: Die Matte mit Simon in Fontainebleau

Das Tragesystem der “Boulder Air” – Matte

Das Tragen von Bouldermatten ist nie ein echtes Vergnügen, schon gar nicht, wenn sie acht Kilo wiegen. Das Zusammenklappen und Fixieren der beiden Hälften funktioniert problemlos, die abnehmbaren Träger schneiden allerdings bei längeren Tragestrecken ganz schön ein, wenn man leicht bekleidet ist; ein fetter Daunenanorak als Polster lindert den Schmerz (wohl kein hilfreicher Tipp für den Sommer :-) ).  Etwas nervig ist, dass sich das Tragesystem von Zeit zu Zeit öffnet, hier helfen ein paar Knoten in den Riemen.

Wintereinsatz mit Alfons Dornauer im Chillatoi

Zum Bouldern braucht man ja nicht viel: Schuhe und Chalk. Das Chrashpad schluckt mit Leichtigkeit beides – dank einer großzügigen, richtig praktischen Tasche. Die Verarbeitungsqualität der Matte ist sehr gut,  Bezugsstoff (Polyester mit PU-Beschichtung), Reißverschlüsse und  Nähte zeigen bis jetzt keine Schwächen. Bei starker Verschmutzung zerlege ich – im Sommer – das gute Stück in seine Einzelteile, wasche den Bezug mit Bürste und Gartenschlauch und lasse es in der Sonne trocknen. Etwas nervig ist, wie schon erwähnt, dass im Klettverschluss Gras, Moos und kleine Zweige hängen bleiben. Mittels dieser Klettbänder könnte man, besäße man mehrere Matten dieser Art, mehrere Crashpads aneinanderhängen und eine große Landefläche bilden – aber wo ist der Untergrund schon so schön eben…

Das Chillaz Boulder Air-Pad in den Magic Places im Zillertal - man beachte die unterschiedliche Höhe der Matten

Bachbettboulder mit Stefan im Zillertal

Fazit: Vor- und Nachteile des “Boulder Air” von Chillaz

  • unverwüstliche, flexibel handbare  Matte mit sehr guten Dämpfungseigenschaften
  • gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • praktische Verstaumöglichkeiten (Rucksackersatz)
  • aber: relativ hohes Gewicht und eher unkomfortables Tragesystem

Kochler Urgestein im fremden Revier: Nobby im Zillertal

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